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Was macht gesundes Essen in der Schule aus?

Stand:
Broschüre des Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.
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Der bundesweit gültige "DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung" legt die Kriterien für ein gesundheitsförderndes Verpflegungsangebot in der Schule fest. Nachfolgend erhalten Sie kurze Informationen zum Hintergrund, Inhalt, Zertifizierungsmöglichkeiten und Beispiele für nährstoffoptimierte Speisepläne sowie weiterführende Literatur.

Bei Fragen zum "DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung" steht Ihnen das Team der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Thüringen gern zur Verfügung.

1. Hintergrund

Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und als Bestandteil des Nationalen Aktionsplan „In Form – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) 2007 den ersten bundesweiten „Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“. Die aktuelle 4. Auflage (2. korrigierter Nachdruck) erschien 2015. In dieser Auflage sind die aktualisierten D-A-C-H-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (für zwei Altersstufen - Primar- und Sekundarstufe) angegeben. In den rechtlichen Grundlagen erfolgte eine Ergänzung zu den Kennzeichnungsvorschriften der Allergene nach der Verordnung (EU) Nr. 1169/11. Neu dazugekommen sind in einem separaten Kapitel die Aspekte der Nachhaltigkeit unter dem Gesichtspunkt von Gesundheit, Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaftlichkeit in der Gemeinschaftsverpflegung.

2. Zusammenfassung des Inhaltes

Der DGE-Qualitätsstandard gibt allen an der Schulverpflegung beteiligten einen Handlungsleitfaden zur optimalen Gestaltung des Verpflegungsangebotes und der Qualitätssicherung. Dafür werden folgende Themen in der Broschüre behandelt: Gestaltung der Verpflegung, Rahmenbedingungen in Schulen, Rahmenbedingungen für die Verpflegung, Nachhaltigkeit und Zertifizierung.

Die „DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung“ empfehlen den Lebensraum Schule so zu gestalten, dass gesundheitsfördernde und soziale Strukturen geschaffen und erhalten werden. Diese dienen als Grundlage für Konzentrations-, Lernfähigkeit und die Entwicklung sozialer Kompetenzen. Es ist darüber hinaus wichtig, den Schritt zu schaffen, Ernährungsbildung im Schulalltag zu leben. So können die vermittelten theoretischen Inhalte aus dem Unterricht in der Schule gelebt und Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit besser vermittelt werden.

Die 4. Auflage-2015 des "DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung" kann über folgenden Link herunterladen werden: Qualitätsstandard - 4. Auflage 2015

3. Möglichkeit zur Zertifizierung

Sie setzen die „DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung“ bereits um? Dann lassen Sie sich zertifizieren, so dass auch andere von ihrer qualitativ hochwertigen Schulverpflegung erfahren.

Die Basis für die Zertifizierung bildet der Qualitätsstandard. Ob Sie die Kriterien für eine Zertifizierung erfüllen, können Sie anhand von Checklisten überprüfen.

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihr Speisenangebot auszeichnen zu lassen:

  1. Zertifizierung: Schule + Essen = Note 1
  2. PREMIUM-Zertifizierung: Schule + Essen = Note 1

Machen Sie mit und lassen Sie sich für Ihr Engagement auszeichnen. Weiterführende Informationen finden Sie in der Zertifizierungsbroschüre.

Hinweis: Wenn eine Schule die Speisen nicht selbst produziert, kann sie nur zertifiziert werden, wenn sie eine vollständige Menülinie von einem DGE-zertifizierten Caterer einsetzt und diese täglich durch die Schülerinnen und Schüler wählbar ist.
4. Anregungen für Speisepläne

Sie finden es schwierig die DGE-Qualitätskriterien für die Schulverpflegung in Ihren Speiseplan zu integrieren? Holen Sie sich Anregungen für nährstoffoptimierter Gerichte. Auf der Internetpräsenz www.schuleplusessen.de finden Sie dafür Beispiele für Wochenspeisepläne, jeweils getrennt für die Primar- und Sekundarstufe. Ebenso gibt es Rezeptvorschläge für thematische Aktionswochen.

Die Rezeptdatenbank erleichtert die Suche nach bestimmten Rezepten. Man kann wählen welche Art der Mahlzeit es sein soll oder welche Zutaten darin vorkommen sollen. Probieren Sie es aus.

Hinweis: Wenn Sie die Rezeptvorschläge ausprobieren, achten Sie darauf, dass durch eine große Portionenzahl sich u.a. die Bindung verändern kann oder die Würzung angepasst werden muss.
5. Weitere Informationen

Das Projekt Schule + Essen = Note 1 hat hilfreiche Informationsbroschüren zu unterschiedlichen Themen rund um die Schulverpflegung auf der Homepage zum Download bereitgestellt.

  • HACCP - Gesundheitliche Gefahren durch Lebensmittel identifizieren, bewerten und beherrschen
  • Kochen - Kühlen - Spülen Welche Geräte braucht die Küche?
  • Hygiene - Gesundheit der Tischgäste sichern
  • Trinken in der Schule - Geeignete Durstlöscher in den Schulalltag integrieren
  • Vollwertige Schulverpflegung - Bewirtschaftungsformen und Verpflegungssysteme

 


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