Menü

Miteinander reden damit es besser wird

Stand:
Eine Gruppe von Jugendlichen im Gespräch.
Off

In einer Modellkommune werden Kommunikationsstrukturen und Instrumenten zur Verbesserung und Sicherung der Qualität der Schulverpflegung erprobt

Projektbeschreibung

Steckbrief des Projektes "Etablierung von Kommunikationsstrukturen und Instrumenten zur Verbesserung und Sicherung der Qualität der Schulverpflegung in einer Modellkommune"

Projektzeitraum: 2017/2018

Projektinhalt: In Schulen der Modellkommune werden Mensa AGs etabliert. Mit Unterstützung der Vernetzungsstelle befassen sich diese AGs mit allen Faktoren und Einflüssen des schulischen Mittagessens. Mittels verschiedenen Instrumenten werden Daten erhoben, Meinungen erfasst und zusammengetragen. Durch eine transparente Arbeitsweise werden die Erkenntnisse der Mensa AG mit dem Caterer kommuniziert, um gemeinsam die Schulverpflegung zu gestalten.

Hintergrund: Die Zufriedenheit mit dem schulischen Mittagessen alterniert im Schuljahresverlauf. Die Mensa AG soll vor Ort und im Kontext der Schule Probleme und Schwächen identifizieren und dokumentieren. Damit wird die Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit zur Erhöhung der Zufriedenheit der Schüler geschaffen. Dies ist ein elementarer Teil der Qualitätssicherung der Schulverpflegung

Projektziel: Entwicklung einer Handreichung zur autonomen Umsetzung einer Mensa AG als Basis der Qualitätssicherung der Schulverpflegung

Projektteilnehmer: 1 Modellkommune mit etwa 10 Schulen

Projektverantwortlicher: Mike Ogorsolka

Erfolgreiches Netzwerken in der erste Projektphase

Neun Jenaer Schulen für eine bessere Verpflegung

Kartoffeln werden nur noch vor Ort frisch geschält. Der Speiseplan umfasst jeden Tag eine vollwertige fleischlose Mahlzeit. – Das sind zwei von zahlreichen Verbesserungen, die neun Jenaer Schulen seit Dezember 2017 umgesetzt haben. In den vergangenen zwölf Monaten haben diese Schulen in Trägerschaft der Stadt ihre Schulverpflegung in den Fokus gerückt. Das gemeinsame Ziel: Gesundes Essen, das schmeckt, und Speiseräume, in denen sich Schüler und Schulpersonal wohlfühlen.

Unterstützung kam dabei von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Thüringen, einem Projekt der Verbraucherzentrale Thüringen, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Das Team der Vernetzungsstelle begleitete die Schulen fachlich, moderierte und knüpfte das Netzwerk. Auf diese Weise profitierten die Einrichtungen voneinander. Zum Ende des Jahres fand das Projekt seinen Abschluss. Was die Schüler, Lehrer, Eltern und Caterer erreicht haben, wird indes nachwirken. Ob es eine zweite, moderierte Projektphase geben wird, steht noch nicht fest.

„Ich denke, wir dürfen mit Recht von einem erfolgreichen Jahr sprechen“, sagt Mike Ogorsolka von der Vernetzungsstelle. Von den 8700 Schülern in Jena war rund die Hälfte über ihre Schule in das Projekt einbezogen. Um Probleme zu identifizieren und an Lösungen zu arbeiten, gründeten sich an den drei Grundschulen, vier Gemeinschaftsschulen und zwei Gymnasien jeweils Mensarunden. „Eine Runde zählt meist fünf Mitglieder. Die kommen aus der Schüler- und Elternschaft, vom Schulpersonal oder Träger sowie teilweise vom Caterer“, erläutert Mike Ogorsolka. Jede Runde traf sich einmal pro Quartal.

Beispiele für erfolgreiche Projekte

Die Speiseräume der Grundschulen Nordschule und Westschule weisen eine vergleichbare Akustik auf. In beiden maß die Schule, unterstützt von der Vernetzungsstelle, die Lautstärke. Die Nordschule hatte bereits Maßnahmen ergriffen, um den Hall zu reduzieren. Angeregt davon setzte die Westschule Ähnliches zu kleinem Geld um. Beispielsweise durch Platzierung von Moderationswänden, als mobile Schallschutzwände, wurde die Lautstärke um 4 bis 5 Dezibel reduziert. Der Träger erhielt eine Empfehlung, mit welchen Investitionen die Situation weiter verbessert würde.

Der Mensarat der Gemeinschaftsschule Wenigenjena hatte eine Leistungsbeschreibung erarbeitet, die sich an den Caterer richtet. Mit den Erfahrungen der Kaleidoskop-Schule und dem Otto-Schott-Gymnasium wurde die Beschreibung, auf der Basis der Jenaplanschule, noch einmal aufs Tableau gehoben. Die neue Leistungsbeschreibung könnte eine Grundlage für alle 27 Schulen des Trägers bieten – so würden alle Schüler von der Arbeit der drei Mensarunden profitieren.

Die Schülerschaft des Ernst-Abbe-Gymnasiums empfand die Mittagsmahlzeiten als zu kalt. Die Schüler der Mensarunde maßen über einen gewissen Zeitraum die Temperatur der Speisen. Mit dem Ergebnis konnte sie den Caterer überzeugen, einen Tellerrechaud anzuschaffen, der die Teller anwärmt.

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung unterstützt Schulen in Thüringen bei der Verbesserung ihres Verpflegungsangebotes. Wir beraten Sie zu Ihrem Speiseplan, verleihen Geräte zur Überprüfung der Lautstärke in der Mensa oder der Temperatur der Speisen. Kontaktieren Sie uns hier.

Erstes jährliches Vernetzungstreffen der Mensarunden in Jena

Zum Abschluss der ersten Projektphase trafen sich am 26. November 2018 Vertreter aller Mensarunden, darunter Schüler, Lehrer, Eltern, Caterer und der Träger der Schulen. Der Projektkoordinator Mike Ogorsolka stellte die ersten Projektergebnisse vor und die stellvertretende Leiterin der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Thüringen Katharina Berg wagt einen Blick in die Zukunft, wie es mit dem Projekt weiter gehen soll. Dank Frau Hühn der Firma MenüMobil – Ihr Frischedienst, ein Caterer in Thüringen, konnte ein spannender Einblick in die Kochtöpfe der Schulverpflegung gegeben werden. Auch der Träger der Schulen, die Stadt Jena, hat seine Vorstellung der Zukunft der Schulverpflegung dargelegt. Die Abschlussveranstaltung war gleichzeitig der Auftakt für die jährlichen Treffen aller Mensarunden einer Kommune, die jedes Jahr unter einem anderem Thema steht. Diese jährlichen Treffen ermöglichen den Austausch und die Vernetzung der Projektteilnehmenden damit die Schulverpflegung kontinuierlich besser und verstetigt wird. 

Abschlussveranstaltung des Bundesprojektes in der Modellkommune Jena
Foto: vzth
Call für eine externe Evaluation des Projektes (Angebotsfrist 19.5.2019)

Call für eine externe Evaluation - Angebotsfrist ist 19. Mai 2019

Wir bitten um Angebote für eine externe Evaluation im Projekt „Kommunikationsstrukturen und Instrumente zur Qualitätssicherung in der Schulverpflegung - Verstetigung und Erweiterung des Modellvorhabens“

Alle wichtigen Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.

Auftraggeber: 
Verbraucherzentrale Thüringen e.V. (Vernetzungsstelle Schulverpflegung
Eugen-Richter-Straße 45, 99085 Erfurt 
Telefon: 0361 555 14 23, Telefax: 0361 555 14 40
E-Mail: k.berg@vzth.de  
Homepage: www.schulverpflegung-thueringen.de 

Auftragnehmer/in:
Diese Bitte um Angebote richtet sich an wissenschaftliche Einrichtungen, Forschungsinstitute oder selbstständige Evaluatoren/ -innen, die

  • eine hohe Expertise im Handlungsfeld Gesundheit/Ernährung von Kindern und Jugendlichen im institutionellen und kommunalen Zusammenhang sowie fundierte Kenntnisse in der Qualitätsentwicklung/-sicherung in der Gesundheitsförderung aufweisen,
  • Erfahrungen in der Projektevaluation und in der Kooperation mit gemeinnützigen Vereinen/ Stiftungen besitzen,
  • Evaluation als einen Kommunikations- und Entwicklungsprozess mit diversen Beteiligten verstehen.


Bezeichnung der Angebote annehmenden Stelle:
Verbraucherzentrale Thüringen e.V. (Vernetzungsstelle Schulverpflegung), Eugen-Richter-Straße 45, 99085 Erfurt, Telefon: 0361 555 14 23, Telefax: 0361 555 14 40, E-Mail: k.berg@vzth.de

Ansprechpartnerin: Katharina Berg (stellv. Projektleiterin)

 


Thüringen Ministerium für Justiz, Migration und Verbraucherschutz

 

Logo Thüringen

 

Bundesministerium Ernährung und Landwirtschaft